Bocholt-Monopoly

Was bei flüchtiger Betrachtung wie das Bild eines Werbeprospekts wirkt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als etwas Bekanntes aus Zeiten von Spieleabenden, bei denen im Kreise von Familie und Freunden um den Sieg gerungen wurde: der Spieleklassiker „MONOPOLY“. Er wird seit einigen Jahren als Sonderausgabe mit Regionalbezug für Städte angeboten. Ende des letzten Jahres erschien die Bocholter Edition mit Beteiligung der Westfälischen Hochschule. Foto: WH/Reinhold Benning

Kurz vor Weihnachten und coronabedingt mit Verspätung traf am Hochschulstandort die Sonderedition des Spieleklassikers „MONOPOLY“ ein. Ein Spielfeld im grünen Bereich repräsentiert die Westfälische Hochschule.

(MV) Im Jahr 2019 reifte in Bocholt die Idee, eine Neuauflage eines Bocholter Monopolys anzudenken. Geschäftsführer Nicolas Rose (Handelsagentur Cityedition) hatte das Projekt angestoßen. Im November 2019 stellte er seinen Plan vor, elf Jahre nach der ersten Version eine individualisierte Neuauflage auf den Markt zu bringen. Beim damaligen Bürgermeister Peter Nebelo und Stadtmarketingchef Ludger Dieckhues stieß die Idee offensichtlich sofort auf Gegenliebe: „Ein Monopoly mit Bocholter Lokalkolorit – eine prima Idee! Damit lässt sich unsere schöne Stadt auf spielerische Weise im Gewand des Spiele-Welthits für Bürger, Gäste und Freunde erleben“, sagte Nebelo damals. Dieckhues ergänzte: „Das ist eine schöne Ergänzung des Portfolios von Bocholt-Produkten, die die Tourist-Info anbietet“, berichtete das Bocholter-Borkener Volksblatt.

„Schnell waren die begehrten Plätze auf dem Spielfeld vergriffen“, erzählt Gerrit Kisters, Vertriebsleiter der Telgter Handelsagentur Cityedition. Er war auch der Ansprechpartner für die Westfälische Hochschule, die sich ein Feld auf dem Spielebrett sicherte. Hersteller des bekannten Spiels ist die Fima Hasbro. Nun, als die Idee endlich in einer Auflage von 3.000 Stück umgesetzt und ausgeliefert wurde, heißt Bocholts Bürgermeister Thomas Kerkhoff.

„Die Spiele sind zu Marketingzwecken der WH gekauft worden, beispielsweise für die Fachschaft, die Bibliothek oder für unsere Partnerhochschulen“, erzählen die Professoren Dr. Martin Maß und Dr. Dr. h. c. Raymond Figura. Sie konnten die Lieferung kurz vor den Weihnachtsfeiertagen am Bocholter Standort in Empfang nehmen. „Verkaufen werden wir die Spiele selber nicht."