Auszeichnung für Kooperation mit Handwerk

Prof. Dr. Franz-Josef Peitzmann (vorne links), Leiter des Mechatronik-Instituts der Westfälischen Hochschule in Bocholt, sowie der Stadtlohner Unternehmer und Erfinder Werner Steppat (vorne rechts: „Profi Metall & Technik GmbH“) wurden für ihr Projekt, die Entwicklung und Prüfung einer neuen Hubvorrichtung (WerStep-Lift), mit einem der diesjährigen Professor-Adalbert-Seifriz-Preise im Schloss Raesfeld ausgezeichnet. Der Preis gilt als Würdigung für praxisnahe Entwicklungen im Zusammenspiel von Handwerk und Wissenschaft. Bernd Sarnow (hinten links) von der Signal-Iduna-Versicherung gehört mit zu den Sponsoren des Preises. Mit im Bild außerdem Jurymitglied und Laudator Jürgen-Johannes Lau (hinten Mitte) sowie Münsters Handwerkskammer-Präsident Hans Hund (hinten rechts). Foto: WH/MV

Der Verein Technologietransfer Handwerk hat zum 31. Mal den Transferpreis „Handwerk + Wissenschaft“ verliehen. Vier Handwerksbetriebe und Wissenschaftler, die gemeinsam ein Produkt marktreif entwickelt haben, erhielten dafür ein Gesamtpreisgeld in Höhe von 15.500 Euro. Unter den Gewinnern befindet sich auch das Projekt „WerStep-Lift“, das in Zusammenarbeit mit dem Mechatronik-Institut der Westfälischen Hochschule in Bocholt entwickelt wurde.

(MV) Mit dem „WerStep-Lift“ entwickelte die „Profi Metall & Technik GmbH“ aus Stadtlohn in Kooperation mit dem Mechatronik-Institut der Westfälischen Hochschule in Bocholt einen innovativen Baustellenkran. Die mobile Hubvorrichtung wird am Wunschort aus Einzelteilen durch ein Stecksystem ohne Werkzeug zusammengebaut und holt bis zu 125 Kilogramm schwere Lasten an der Fassade in obere Stockwerke (Trikon berichtete in Ausgabe 06/2018). Über eine kleine Laufkatze kommen sie ins Gebäudeinnere. „Der WerStep-Lift schafft so aber nicht nur Erleichterung für die Bauarbeitenden, sondern auch für das Unternehmen selbst, denn durch dieses neue Standbein steigerte sich die Attraktivität der Firma, schuf zusätzliche Arbeitsplätze und wird immer mehr zu einem Erfolgsprodukt“, berichteten die Laudatoren Jürgen-Johannes Lau und Hans Hund. Denn der Preis werde nicht nur für eine Innovation verliehen, sondern auch der wirtschaftliche Erfolg müsse nachgewiesen werden, so die Redner. Der Preis soll auch andere Unternehmen motivieren, gemeinsam mit der Wissenschaft die Erfinderkraft des Handwerks zu heben.

Überreicht wurde der Preis coronabedingt im Rahmen einer kleinen regionalen Preisverleihung vor Ort im Schloss Raesfeld von Jürgen-Johannes Lau, Geschäftsführer der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks und Jurymitglied, sowie den Preisgeldsponsoren Bernd Sarnow von der Signal-Iduna-Versicherung und Patrick Neumann, Chefredakteur des Handwerk-Magazins – gemeinsam mit dem Präsidenten der Handwerkskammer Münster, Hans Hund.

Der Professor-Adalbert-Seifriz-Preis wird als Technologietransfer-Wettbewerb unter der Federführung des Baden-Württembergischen Handwerkstages durch den Verein „Technologietransfer Handwerk e.V.“ veranstaltet. Unterstützung findet der Preis seit 2001 von der Holzmann-Medien-Gruppe und der Signal-Iduna-Gruppe für Versicherungen und Finanzen. Der Preis wird ermöglicht durch eine bundesweite Jury und das Engagement sowie eine Vielzahl von Beratern in den Kammern und Fachverbänden.