Wie wir die Corona-Krise stemmen

Online-Lehre im 21. Jahrhundert: Gute Elemente aus der Vergangenheit wie das im Lerntempo wachsende Tafelbild sind noch da. Der Lehrende, in diesem Fall Prof. Dr. Markus Rüter mit Bastian Reul als technischem Betreuer, auch. Die Studierenden aber sind im Distance-Learning-Modus und sitzen irgendwo in der Welt vor ihren Rechnern. Im Gegensatz zum Schulfernsehen oder zur Telelehre vergangener Jahrzehnte können sie sich live im Dialog mit dem Lehrenden einbringen, Fragen stellen und Kontrollfragen zum Lernfortschritt beantworten. Foto: WH/BL

Seit Anfang 2020 kämpft die Welt gegen den Corona-Virus. Die Westfälische Hochschule stellt sich den Herausforderungen von Infektionsschutz, Online-Lehre, Präsenzveranstaltungen und Hybridlehre. Mit Teil 6 der Serie zur Corona-Krise startet Trikon ins zweite Jahr der Corona-Berichterstattung und gibt die Aktivitäten der Hochschule von Januar und Februar 2021 wieder.

(BL) Der Jahresbeginn brachte nach und nach erneut geänderte Rahmenbedingungen. Kurz und knapp: Lehrveranstaltungen sind bis Ende Januar nur im Distance-Learning-Modus zulässig. Vorbereitende Maßnahmen auf Prüfungen können nur „im Ausnahmefall in Präsenz stattfinden, wenn eine Verlegung nicht möglich oder zumutbar ist und die Maßnahme zwingend auf besondere Räumlichkeiten angewiesen ist.“ Für die Prüfungsperiode in den Zeitfenstern in Februar und März/April gilt, dass weitgehend auf digitale Prüfungen ohne Präsenz gesetzt wird: etwa per Internet-Video-Schalte, als Online-Klausur oder als Hausarbeit. Entsprechend der neuen Prüfungslage wird die Corona-Hochschulordnung angepasst und erstreckt sich auf alle Prüfungsordnungen und damit auf alle Prüfungen bis Ende September. „Auch wenn wir im Prüfungsgeschehen aus einer analogen Welt kommen: Besondere Zeiten erfordern besondere Lösungen, um trotz pandemiebedingter Einschränkungen handlungsfähig zu bleiben“, so Hochschulpräsident Prof. Dr. Bernd Kriegesmann. Ziel ist, die Kontaktzahl in den Hochschulgebäuden klein zu halten. Wenn es in Ausnahmefällen Präsenzprüfungen gibt, dann nur „unter strikter Einhaltung der Hygieneregeln“: Abstand zwischen den Menschen auf dem gesamten Hochschulgelände, raumscharfe Teilnehmerlisten zur Nachverfolgbarkeit und Maskenpflicht auch während der Prüfungen.

Gleichzeitig meldet das NRW-Wissenschaftsministerium, dass die individualisierte Regelstudienzeit erneut um ein Semester verlängert wird. Das bedeutet für die Studierenden, die im Sommersemester 2020 und im Wintersemester 20/21 eingeschrieben sind, eine automatische Verlängerung der Regelstudienzeit um zwei Semester, für die Einschreiber zum WS 20/21 eine Verlängerung um ein Semester.Außerdem wird für Prüfungen unter Corona-Bedingungen den Studierenden ein zusätzlicher Freiversuch im Falle einer nicht bestandenen Prüfung zugestanden. Die neue Corona-Epidemie-Hochschulverordnung gilt bis zum ersten Oktober und damit auch für das Sommersemester 2021.

Die Regeln zum arbeitstäglich wechselnden Schichtbetrieb der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie derjenigen in Technik und Verwaltung werden bis Ende März fortgesetzt. Maßgabe ist hierbei, dass eine angemessene Präsenz vor Ort im Rahmen von Ansprechzeiten gewahrt bleibt und die Funktionsfähigkeit der Organisationseinheiten nicht eingeschränkt wird.

Bei Unterschreitung des Mindestabstands von einem Meter fünfzig zu Kollegen oder Kolleginnen reicht ab sofort nicht mehr die normale, textile Mund-Nasen-Bedeckung, sondern es muss ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz getragen werden (OP-Maske oder FFP 2 oder KN95). Bei entsprechender dienstlicher Notwendigkeit können die Mitarbeitenden diese im Dezernat Gebäudemanagement bestellen.

Geschlossene Cafeterien
Sechs Wochen vor dem Ende des Wintersemesters meldet das akademische Förderungswerk (das für alle gastronomischen Einrichtungen an der Westfälischen Hochschule zuständig ist), dass es den Cafeteriabetrieb in Recklinghausen und Bocholt „bis auf Weiteres“ aus Mangel an Gästen schließt. Den Hochschulmitgliedern, die in Bocholt und Recklinghausen vor Ort arbeiten, bleiben die Automaten mit Essen und Trinken in abgepackter Form und berührungsfreier Ausgabe. Bezahlt werden kann bar oder mit Chipkarten mit Bezahlfunktion wie die Gleitzeitkarte oder die Akafö-Bezahlkarten. Die Cafeteria in Gelsenkirchen bleibt für „Präsenzgäste“ geöffnet, allerdings auch nur in der Abholfunktion.

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