Research-Challenge - Runde 2

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Die WH setzt mit der sogenannten „Research-Challenge“ im Bereich der Forschungsförderung seit 2020 ein neues Format um (Trikon berichtete in Ausgabe 1/2021). Der Wettbewerb soll die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die Studierenden der Westfälischen Hochschule motivieren, Ideen und Beiträge zur Nachhaltigkeit zu entwickeln. Koordiniert wird der Wettbewerb von Prof. Dr. André Latour, Vizepräsident für Nachhaltigkeit und Internationales. Für 2021 gibt es nun eine neue Aufgabe. Anträge könen bis zum ersten April eingereicht werden.

(MV) Thematisch steht in der zweiten „Research-Challenge“ das Thema „Nachhaltiger Ressourceneinsatz“ im Fokus. Inzwischen sei es im allgemeinen Bewusstsein, dass die Rohstoffe dieser Erde nicht endlos zur Verfügung stehen. Eine lineare Wertschöpfung wird daher mit Blick auf zukünftige Generationen als nicht mehr verantwortlich angesehen, so Latour. Im Brundtland-Report der Vereinten Nationen von 1987 hieß es, dass eine Entwicklung nachhaltig ist, wenn sie „die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können“.

Vor diesem Hintergrund ermutigt Prof. André Latour Hochschulwissenschaftler und Studierende Vorschläge zu entwickeln, wie die Situation des Ressourceneinsatzes zukünftig verbessert und in eine nachhaltige Richtung entwickelt werden kann. Dabei können Ideen aus allen drei Leitstrategien der Nachhaltigkeit im Hinblick auf den Ressourceneinsatz zum Tragen kommen: Suffizienz (Verringerung von Produktion und Konsum), Effizienz (ergiebige Nutzung von Material und Energie) sowie Konsistenz (naturverträgliche Stoffkreisläufe, Wiederverwertung und Müllvermeidung). Das Thema „Nachhaltiger Ressourceneinsatz“ sei dabei bewusst sehr breit gefasst worden, um möglichst vielen Studierenden und Forschenden aus allen Fachdisziplinen der Westfälischen Hochschule die Möglichkeit zu bieten, sich mit einem Antrag zu beteiligen. „Wichtig ist uns, dass Ansätze völlig neu gedacht werden und ein Impact auf das Thema ‚Nachhaltiger Ressourceneinsatz‘ zu erwarten ist. Natürlich sind in der Regel keine fertigen Lösungen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln in der entsprechenden Zeit zu erwarten. Vielmehr geht es darum, kreative Lösungsideen zu entwickeln, an denen dann weitergearbeitet wird, die möglicherweise validiert oder über nachhaltige Forschungsprojekte vorbereitet werden können“, erläutert Latour die Wettbewerbsbedingungen.

Anträge können bis zum ersten April beim Vizepräsidenten für Nachhaltigkeit und Internationales eingereicht werden. Der Antrag sollte drei Seiten nicht überschreiten und nach drei Kriterien gegliedert sein: Problemstellung und Anwendungskontext, Lösungsidee und inhaltlicher Arbeitsplan sowie eine Zeit- und Ressourcenplanung.

Eine interne Jury gibt dem Präsidium Empfehlungen zur Förderung von Projektanträgen. Die Umsetzung kann ab dem ersten Juli starten. Das Förderformat wird zunächst für einen Zeitraum von drei Jahren erprobt. Anträge können jeweils bis zum ersten April und ersten Oktober eines Jahres eingereicht werden. Die Themen wechseln dabei jeweils, sind aber immer auf das Thema Nachhaltigkeit ausgerichtet und werden spätestens zwei Monate vor dem Termin der Antragsabgabe bekannt gegeben. Weitere Informationen zum Wettbewerb, seinen Bedingungen und den Förderlinien stehen unter www.w-hs.de/research-challenge/ auf der Hochschulsite.