Studiengang Medieninformatik wird zukunftssicher

Wohin der Studiengang Medieninformatik an der Westfälischen Hochschule in Zukunft geht, beantworten die Professoren Jens Gerken und Katja Becker in ihrem Projekt, das in den nächsten zwei Jahren den Studiengang neu denken und weiterentwickeln soll. Foto: priv.

Die Westfälische Hochschule erhält eine knappe Viertelmillion Euro aus dem NRW-Landesprogramm „Curriculum 4.0.nrw“ für zusätzliches Personal, das den Studiengang Medieninformatik neu denken und planen soll und dabei insbesondere auf Schnittstellenkompetenzen setzen wird. Gefördert wird das Projekt vom NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft in Zusammenarbeit mit dem Stifterverband für Bildung, Wissenschaft und Innovation und der „Digitalen Hochschule NRW“.

(BL) Seit rund dreißig Jahren gibt es in Deutschland Studiengänge, die den Namen Medieninformatik tragen. An der Westfälischen Hochschule gibt es Medieninformatik seit 1996. Auf dem bisherigen Erfolg wollten sich die Professoren Katja Becker und Jens Gerken von der Fachgruppe Informatik der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen aber nicht ausruhen. Deshalb soll in den kommenden zwei Jahren untersucht werden, wie Schnittstellenkompetenzen stärker im Curriculum verankert werden können. Dazu gehört etwa das „forschende Lernen“. Dies soll die Absolventen und Absolventinnen dazu befähigen, in Problemlösungssystemen zu denken, die ein berufliches Leben lang als Basiskompetenz dienen und auch auf zukünftige technische Entwicklungen eingehen können.

Das Fördergeld vom Land wird dafür genutzt, wissenschaftliche Mitarbeitende und studierende Hilfskräfte einzustellen, die unter der fachlichen Leitung von Becker und Gerken neue Konzepte für ein modulares Lehrsystem des Studiengangs entwickeln. „Zukunftsfähige Hochschulbildung muss neben den Fachkompetenzen verstärkt übergeordnete Kompetenzen wie Kreativität und kritisches Denken adressieren“, so Becker. Trends wie „Blended Learning“, mobiles Lernen, Social Media, virtuelle Klassenräume und spielorientiertes Lernen werden dabei auf ihre Tauglichkeit und ihre mögliche Verwendbarkeit geprüft. Der Übergang von dominant fachkundlichem Unterricht zu kompetenzorientiertem Unterricht in Projekten öffnet den Studiengang zugleich dafür, mehr Studierende mit unterschiedlicher schulischer Herkunft und verschiedenem familiärem Hintergrund in ihrem Verhalten abzuholen und ihnen passendere Zugänge zu einem erfolgreichen Bachelor- und/oder Masterabschluss zu eröffnen.

In das Projekt eingebunden sind die Lehrenden und Studierenden des gesamten Fachbereichs. Jens Gerken: „Nur mit der Unterstützung aller werden wir Neuerungen aus dem Projekt auch in zukünftige Lehrprogramme integrieren können.“

Fotogalerie